Die Galerie Biró in München hat sich dem Material unseres Jahrhunderts verschrieben. Sie ist die einzige spezialisierte Galerie für exklusiven Kunststoffschmuck. In diesem Rahmen vertritt sie namhafte internationale Künstler, gibt Publikationen heraus und ist ein Forum für den zeitgenössischen Schmuck. Auch die kuratorische Tätigkeiten der Galeristin, Olga Zobel-Biró haben das Ziel, den zeitgenössischen Schmuck immer mehr in das Bewusstsein des Publikums zu rücken. Im Vordergrund steht dabei die enge Bindung zu den Künstlern und ihren Werken.

Kunststoffe lassen sich in nahezu jede Form bringen, unendlich kombinieren und haben die Fähigkeit, unterschiedlichste Eigenschaften anzunehmen. Diese Attribute verdeutlichen die im Material begründete Aufforderung zur Kreativität: Kunststoffe ermöglichen den Künstlern frei von tradierten Wertvorstellungen zu arbeiten.

Kunststoffe als Material und Ausdrucksmittel für schier unbegrenzte Gestaltungs- und Verarbeitungstechniken verleihen Objekten und Schmuck einen einzigartigen Charakter. Die 60er Jahre brachten mit der Abschaffung des Selbstverständlichen eine explosionsartige Entwicklung avantgardistischer Formen in der Schmuckkunst hervor. In der Folge wurde Schmuck zum Gegenstand künstlerischer Experimente, bei dem Intuition und Idee im Vordergrund stehen und nicht der materielle Wert. Die ästhetische Qualität des Produkts begründet letztlich seinen Wert und seine Exklusivität.

Guter Schmuck ist Kunst. Die Wahl des Materials ist Ausdruck der künstlerischen Auseinandersetzung mit den zentralen Erscheinungen und Möglichkeiten einer Epoche.